Aus der Dunkelheit
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Aufbruch
Am Meer 
Untiefe
Aufgebrochen
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Fraglos
Berauscht
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In das Leben

Ausgestoßen,
den Atem, tief,
als käme er nicht von mir.
Oder war es deiner?
So, als gäbe es
keinen Atmen danach,
als wäre dieser,
an einen Moment gegeben,
der das Letzte,
das Allerletzte,
aus mir herausgerissen hätte.
Mit einem Schrei,
der alles Denken zerbrüllte.
Geworfen in die Hingabe,
keuchend trotzend
jeglicher Farblosigkeit.
Fegt er über
den rauschenden Körper,
der sich in wilden
Zuckungen
an das Leben verwirft.
Welch Ruhe ungeahnten Seins
Und Stille,
dem Herz als Freudenfeuer.
Der andere Tod,
dem Leben so nah.

© traumreisende 2/2004

 

fraglos

oh du barbar, 
der du mit meiner lust jounglierst, 
wehrlos gleite ich 
über deine zungenspitze. 
meine sehnsucht tanzt durch räume von hingabe und grenzenlosigkeit. 
mit heißen händen 
hast du mir das brave gewand 
vom leibe gerissen 
und meine nackte gier 
fällt zitternd dir zu füßen. 
aus deinen blicken zücken blitze, die meinen körper in flammen schlagen und aus dem feuerrotem schein nimmst du mein begehren in besitz, 
als ob es immer schon dein war. 
fraglos! 


© traumreisende 8/2003
 
farbenspiel

auf dunkelblauen laken 
träumen wir uns entgegen 


aus purpurnen lippen 
strömen die worte der sehnsucht 


wir schälen unsere nacktheit 
aus weißem tuch 


im zartrosa der haut 
entdecken wir unsere sinnlichkeit 


spinnen 
mit silbernen fäden der zärtlichkeit 
unsere bebenden körper
ein 
und reiten 
auf leuchtend gelben wellen
der lust 
in ein flammenfarbenes meer der leidenschaft


© traumreisende
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berauscht

Komm,
schenk mir diesen Tropfen Schweiß,
der sich seinen Weg 
über deine Schläfen bahnt,
geboren im Keuchen
selbstvergessenen Seins.

Reich ihn mir zur Droge,
dass all die Wellen wohliger Schauer 
im sinnlichen Ineinandergleiten,
mich über Grenzen hinwegtragen.

Das Salz deines Lebens,
wird zur bittersüßen Macht, 
der wehrlos ergeben,
mein Leib in Auflösung entgegen treibt.

Schweigender Liebesgesang
erstickt die Gedanken, 
schreit Lust zu Lust,
wühlendes Orchester der Leidenschaft.

Meeresgleich tost die Liebe in uns,
öffnet das Ungeahnte
in namenloser Innigkeit.
Und das Laken unter uns
glüht sich in bebende Haut.

Reich mir den Kelch,
aus dem ich meine Lippen,
mit Tropfen süßer Begierde bestrich.
Durstig, so durstig nach dem
einzig befreiendem Mehr.

© traumreisende 1/2004

 

 

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