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untiefe

manchmal trete ich auf das bodenlose
weil das hinter mir haltloser,
weil mir die füße schmerzen
von den steinen ausgetretener wege
uneigener erfahrungen,
weil mir die haut brennt,
von dem sog fremder vorgaben und wünsche.
dann betrete ich das bodenlose
und spüre wieder die kraft
meiner eigenen wünsche und entscheidungen.
spüre, dass das bodenlose trägt,
wie eine brücke aus hoffnung und glauben,
bar jeder norm und statik,
doch winderprobt im sturm der gezeiten.

© traumreisende

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aus stille

mal‘ mir ein bild aus stille,
in zarten farben hell und sanft.
ich streiche etwas rot hinhein.

sing‘ mir ein lied aus stille,
in leisen melodien.
ich laß den blues des herzen erklingen.

näh‘ mir ein kleid aus stille,
mit seiden weichen fäden.
ich web meine träume hinein.

schenk‘ mir einen kuß aus stille,
versunken und unendlich zart.
ich laß es fließen warm und stark.

© traumreisende
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aufgebrochen

über weißen gipfeln 
geht die sonne auf 
gleisend hell
und ist dem eis näher, 
als sie es jemals der ebene war. 

klarer sind ihre strahlen 
ungehemmter, frei,
auf dem grat zum himmel 
dort, wo kein schweiß der enge 
flirrende fatamorganas 
aus den poren der erde 
strömen läßt. 

dem blick 
sind alle hindernisse genommen. 
Illusionen zerstäuben im licht.
in der weite 
liegt die ruhe der geborgenheit 
des eigenen erkennens. 

stille erwacht 
im tosen des sturmes, 
der alle fragen 
aus dem denken zerrt. 
und das sein wird zum fels, 
der die sonne begrüßt. 

© traumreisende


~*ö*~

leichtigkeit

das helle fließt über die wege, 
schritte erheben sich in leichtigkeit, 
das grau der endlosen straßen 
schenkt neue bilder am wegesrand, 
die das auge, dessen blick geweitet ist, 
wieder ins erkennen läßt, 
schön ist es, darin zu wandeln. 
das herz geöffnet, 
hört verlorene melodien, 
zersprungene bilder fügen sich zum eins 
und werden zum spiegel 
kommender lebenswege.

© traumreisende
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(c) by traumreisende
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