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die wissenden

der erste frost zog über abgeerntete felder, 
brachlandschaft im dreitagesbart. 
ungeschützt erreichte sie kalter wind, 
im gespann mit dem nahenden winter. 

die farben verloren sich 
im eisgekühlten grau kurzer tage 
und langer fragender nächte. 
sonnenstrahlen als ahnungsvolles streicheln 
hinter wolken zersprungener bilder. 

immer noch sehnt sich 
das herz dem herzen zu, 
zitternd suchen sich hände zum halt, 
wissend, dass all der samen, 
der unter vereister kargkeit ruht, 
irgendwann wieder blüten treibt.
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traurigkeit küßt traurigkeit, 
jeder kuß ein winziges licht, 
das der dunkelheit ihre allmacht raubt. 
die leichtigkeit des sommers 
weicht der schwere wissender umarmungen. 

stimmen neigen sich zum schweigen, 
doch im sanften flüstern 
werden worte zu wärme, 
werden blicke zum verstehen. 

der mut zu erkennen 
durchbricht die kältewand verlorener illusionen. 
das tuch, das sie miteinander gewoben, 
senkt sich schützend auf sie 
und auf ewig verbindet sie 
vertrauen . 

(c)traumreisende 11/2003
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